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LEITFADEN INFRAROTHEIZUNG

In einer Kooperation der IG Infrarot Deutschland e. V., dem BVIR Bundesverband Infrarot-Heizung e. V. und Dr. Peter Kosack von der TU Kaiserslautern ist eine kurzgefasste Einführung in das Wissensgebiet „Infrarotheizung“ entstanden.

Hier können Sie diesen kostenlos anfordern:

Leitfaden Infrarotheizung

Forschungsprojekt der HTWG Konstanz abgeschlossen

Gebäude mit hoher Energieeffizienz werden aktuell überwiegend mit Wärmepumpenkonzepten umgesetzt. Diese Konzepte reduzieren durch die Nutzung der Umweltwärme  durch die Wärmepumpe den Endenergiebedarf erheblich. Gleichzeitig steht dem abnehmenden Energiebedarf eine zunehmende Komplexität der Gebäudetechnik gegenüber.

Demgegenüber bilden Infrarot-Heizelemente die denkbar einfachste Art der Wärmeversorgung. Sie haben zwar im Betrieb einen höheren Energiebedarf,  jedoch besteht die Theorie dass sie im gesamten gesehen in hochgedämmten Gebäuden deutlich geringere gesamt Lebenszykluskosten aufweisen. Darüber hinaus gibt es Hinweise dass es aufgrund der Wärmeübertragung durch IR Strahlung weitere Effekte gibt die sich Positiv auf die Effizienz auswirken.

Bislang gibt es nur wenige Grundlagen auf denen sich die Effizienz von IR Systemen in Gebäuden beurteilen lässt. Das Projekt IR BAU hatte daher zum Ziel die IR- Heizungstechnologie umfassend zu Untersuchen um anschließend Empfehlungen geben zu können ob der Einsatz von IR Heizungen in zukünftigen Gebäuden aus ökologischen und ökonomischen Gründen Sinnvoll ist.

Link zum Forschungsprojekt und Abschlussbericht

Wirkungsweise

Bei einer konventionellen Heizung ist die Raumluft das Transportmittel für Wärme. Ein Radiator oder eine Fußbodenheizung gibt Wärme durch Konvektion an die Luft ab, diese steigt zur Decke, während weiter kalte Luft im Bodenbereich erhitzt wird. So wird ein Luftstrom erzeugt, der den Raum beheizt. Im Gegensatz zu diesen konventionellen Heizungssystemen werden bei einer Infrarotheizung Körper und Oberflächen durch Wärmestrahlung direkt erwärmt. Diesen Effekt kennt man auch von der Sonne. Scheint diese im Winter kann sich eine kalte Lufttemperatur angenehm warm anfühlen.

Dadurch kommt es zu keiner Luftumwälzung und damit zu keiner Staubverteilung im Raum. Die typisch trockene Heizungsluft bleibt aus und das Wohlbefinden der Nutzer steigt. Die Raumoberflächen speichern die Wärme wesentlich länger als die Luft und geben sie in den Wohnraum zurück. Wände bleiben trocken und Schimmel hat keine Chance sich auszubreiten, somit sind Infrarotheizungssysteme auch optimal für Allergiker und Asthmatiker geeignet.

Behaglichkeit

Wir heizen, damit wir uns bei kaltem Wetter zu Hause wohlfühlen, es behaglich warm haben und gesund bleiben. Dabei geht es nicht nur um die Raumlufttemperatur. Auch die relative Luftfeuchtigkeit, die Luftbewegung und vor allem die Raumoberflächen haben großen Einfluss darauf. So kann zum Beispiel die Temperatur der Raumluft niedriger sein, wenn die wärmeren Wandoberflächen die „thermische Behaglichkeit“ erhalten.

Energieeffizienz

Keine Regelungsträgheit

Beim Aufheizen einer Fußbodenheizung kommt es zu einer zeitlichen Verzögerung, da der Estrich als Speichermasse wirkt. Im umgekehrten Fall, wenn der Raum durch die tief stehende Wintersonne aufgeheizt wird, muss die Wärmezufuhr schnell unterbrochen werden, durch die im System gespeicherte wärme kommt es jedoch zu einer Überhitzung des Raumes und somit zu einem unnötigem Energieverbrauch. Man spricht von einer Regelungsträgheit und einem Überschwingen.

Nacht und Abwesenheitsabsenkung

Durch unsere selbstoptimierende Steuerung ist eine punktgenaue, bedarfsgerechte Temperaturregelung möglich. Bei Absenken der Raumtemperatur  nachts oder bei Abwesenheit kann mit schnell reagierenden Heizsystemen erheblich Energie gespart werden und tagsüber PV Strom genutzt werden. Bei trägen Systemen wie Wärmepumpen, Gasthermen, Pellet und  Ölheizungen die meist rund um die Uhr laufen ist dies nicht so einfach.